Am Fall der jüdischen Familie Sinasohn aus Berlin wird der erkenntnistheoretische Nutzen des theoretischen Konzepts der Infrapolitik subordinierter Gruppen für die Analyse von jüdischem Widerstand untersucht. Die These lautet, dass mit diesem Konzept im Verborgenen ausgeübte widerständige Praktiken sichtbar gemacht und analysiert werden können. In der Gesamtschau der Fluchtgeschichten der Familie Sinasohn zeigt sich: Widerstand gegen einen übermächtigen Gegner bedeutet, individuell oder kollektiv gegen die bestehende Ordnung, gegen Normen und Regeln zu verstoßen. Er bedeutet, handlungsfähig zu sein.
Autor(en): Tanja von Fransecky,
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