Der Beitrag analysiert Abwehr als zentrales Strukturmerkmal antisemitismuskritischer Bildungsarbeit. Ausgehend von einer fragmentarischen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit zeigt er, wie erinnerungskulturelle Leerstellen, Schuldabwehr und Empathieverweigerung Bildungsprozesse prägen. Auf Grundlage qualitativer Interviews mit Bildungsreferent_innen werden unterschiedliche Abwehrformen rekonstruiert und theoretisch eingeordnet. Antisemitismuskritische Bildungsarbeit erweist sich dabei dort als besonders wirksam, wo Abwehr nicht umgangen, sondern reflexiv bearbeitet wird.
Autor(en): Hellen Bircok,
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