„Es ist gar zu jämmerlich daß diese Gefangenschaft schon als ein halbes Glück gilt“ – Victor Klemperer und das Judenlager Hellerberg

Die Tagebücher Victor Klemperers zählen zu den am meisten zitierten Zeugnissen der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland. Als Illustration der zunehmenden Radikalisierung und Verfolgung scheint kaum eine Historiografie des Holocaust auf ihre Verwendung verzichten zu können. Wie am Beispiel des Judenlagers Hellerberg gezeigt wird, beschränkt sich ihr Erkenntniswert nicht allein auf ihren deskriptiven Charakter. Es handelt sich um eine historische Quelle, die konkrete Tat- und Handlungszusammenhänge zu klären imstande ist und Klemperer nicht allein als Chronisten, sondern auch als handelnden Akteur zeigt.

Autor(en): Felix Meyer

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