Konversion vom Judentum zum Christentum galt historisch oft als Mittel, gesellschaftliche Marginalität in christlich dominierten Kontexten zu überwinden; dieses Muster bestand bis 1945 fort. Der Übertritt zum Judentum hingegen ist ein kontroverses und wenig erforschtes Phänomen. Auf Basis ethnographischer Forschung argumentiere ich, dass Konversion nicht auf religiöse Konversion beschränkt bleiben darf, sondern auch soziale Formen umfasst. Im Rahmen der Critical Heritage Studies zeigt sich Konversion als soziales Ereignis, das bedeutsam für die jüdische Gemeinschaft ist.
Autor(en): Dani Kranz,
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