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‚Instrumentalisierte Religion‘ – Juden in Wilna unter deutscher Besetzung während des Ersten Weltkriegs

Ausgehend von S. M. Dubnovs „Geschichte eines jüdischen Soldaten“ (1918) stehen im Mittelpunkt des Aufsatzes (a) die Politik der deutschen Militärbehörden gegenüber den Juden im Osten Europas, wie sie in den „Aufrufen an die Juden Polens und Russlands“ zum Ausdruck kommt, (b) die Arbeit deutscher Feldrabbiner und Religionslehrer im Dienste der deutschen Militärbehörden im Verwaltungsgebiet Ober Ost und (c) die „positiven“ Folgen dieser Politik insbesondere für die Juden im deutsch-besetzten Wilna während des Ersten Weltkrieges, zu denen die Einrichtung jüdischer Schulen nach deutsch-jüdischem Muster, die Gründung der Vilner Trupe, des später berühmten jüdischen Theaters und der Wiederbelebung der jiddischen Presse gehören.

Autor(en): Stefan Schreiner 

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